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ägypten ist reich, aber (1 von 3)
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nagi




Anmeldedatum: 29.06.2008
Beiträge: 1878

BeitragVerfasst am: 30.07.2009, 12:22    Titel: ägypten ist reich, aber (1 von 3)

Manche User in diesem Forum weisen auf der Armut in diesem Land stetig hin, behaupten immer wieder, dass das Land auf keine Ressourcen verfügt, und dass es bald in die Hungernot fallen wird. Davon erzählen sie uns wieder und wieder, sind von ihrer Sache ganz überzeugt. Aber, weil der Leser hier meistens nur Ägyptenurlauber ist, wird diese Behauptung ohne weiteres hingenommen.

Diese Aussage, Feststellung stimmt nicht so ganz, da das Land sehr wohl auf natürliche wie künstliche Ressourcen verfügt, davon abgesehen, was seine Menschen in ihrer langen Geschichte geleistet und noch heute leisten können.

Bei seinem Besuch in Stuttgart zur Wahlveranstaltung habe ich Gerhard Schröder davon sprechen gehört, dass Deutschland in seiner Köpfe investieren muss, da sonst nichts gibt es zum verkaufen.

Schauen wir erstmal die Lage Ägyptens auf der Weltkarte. Die Geographie hat diesem Land eine einzigartige Lage zwischen zwei Meeren, Mittel –und rote Meer, in Mittelpunkt der Erde und mit dem längsten Fluss an Süßwasser, dem Nil, dass das Boden über jahrtausende hinweg fruchtbar gemacht hat, geformt.

Das Klima in Ägypten ist ein Geschenk Gottes, wieder kalt wie Sibirien noch heiß wie in Afrika.
Die Wüste Ägyptens ist ein großes Lager von Mineralien, Metalle, Energien, Öle und Gase. Wenn man pflanzen und bevölkern will, geht auch. Eine Million Qkm ist Ägypten groß.

Die alten Bewohner Ägyptens haben das Land einen Überfluss an einzigartigen Bauwerke und sehenswertes hinterlassen, was für immer auch als eine Einnahmenquelle dienen, so ewig wie sie selbst.

Auch von Menschenhand gebauten Wasserstrassen wie der Suezkanal mangelt es in dem Land nicht, für die das Land hohe Gebühren einnimmt und einnehmen wird. Von ihrer landwirtschaftlichen Produkte hat Ägypten bis zu den 50er des 20 Jh hinein den ganzen Orient ernährt und von ihrer Baumwolle -und leinen Produkte exportierte Ägypten überall in die Welt, heute noch.

Bis dann,
Gruß
Nagi
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Aegypten Urlauber







Verfasst am:     Titel: Urlaubsangebote

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habib




Anmeldedatum: 05.10.2008
Beiträge: 115
Wohnort: Tübingen

BeitragVerfasst am: 30.07.2009, 14:11    Titel:

Dann frage ich mich bloß, warum es der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung dann so schlecht und immer schlechter geht....

Habib
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maherba




Anmeldedatum: 17.02.2007
Beiträge: 9063
Wohnort: mal hier - mal da

BeitragVerfasst am: 30.07.2009, 14:15    Titel:

Lieber nagi

in deinem Posting steckt einiges. Danke!! Very Happy

"Reichtum" ist m. E. nicht immer in Geld zu beziffern.
_________________
Ganz liebe Grüße

und denkt dran: Wenn ihr auf Reisen geht um etwas anderes zu sehen - dann beklagt euch nicht - wenn alles anders ist!
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habib




Anmeldedatum: 05.10.2008
Beiträge: 115
Wohnort: Tübingen

BeitragVerfasst am: 30.07.2009, 14:20    Titel:

Lieber Nagi, ich denke, du hast schon sehr oft versucht, uns das Positive deines Landes (was es selbstverständlich wie in allen anderen Ländern gibt) zu zeigen. Und ich glaube auch, dass die anderen Dinge auch schon ausführlich hier diskutiert wurden. Deshalb verstehe ich nicht, warum du immer wieder dieses Thema aufmachst...

Habib
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maherba




Anmeldedatum: 17.02.2007
Beiträge: 9063
Wohnort: mal hier - mal da

BeitragVerfasst am: 30.07.2009, 14:33    Titel:

habib hat Folgendes geschrieben:
Deshalb verstehe ich nicht, warum du immer wieder dieses Thema aufmachst... Habib


Hallo Habib,

kannst du das oben geschriebene bitte ein bisschen näher erklären. Confused
_________________
Ganz liebe Grüße

und denkt dran: Wenn ihr auf Reisen geht um etwas anderes zu sehen - dann beklagt euch nicht - wenn alles anders ist!
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ana

Gast





BeitragVerfasst am: 30.07.2009, 14:38    Titel:

Lieber Nagi,

ich finde es immer wieder wichtig uns auf alles hinzuweisen.

DU bist der Ägypter und kennst DEIN Land sehr gut - sowie die Sonnen - als auch die Schattenseiten.
WIR kennen DEIN Land "nur" von unseren Urlauben.
Manche fliegen oft hin, einige haben einen Mann/Freund dort und meinen das Land zu kennen. Klar "kennt" man es, aber nicht so wie du.
Deshalb finde ich es immer wieder wichtig uns darüber aufzuklären.
Auch wir sind ja nun nicht immer einer Meinung, das kommt, weil man es von verschiedenen Gesichtspunkten aus betrachtet.
Je mehr und je länger ich in Ägypten bin, um so mehr kann ich verstehen und akzeptieren.

Nagi, mache bitte weiter!! Danke

LG
ana
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daniel_k

Site Admin


Anmeldedatum: 14.08.2006
Beiträge: 1023
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 30.07.2009, 17:46    Titel:

habib hat Folgendes geschrieben:
Lieber Nagi, ich denke, du hast schon sehr oft versucht, uns das Positive deines Landes (was es selbstverständlich wie in allen anderen Ländern gibt) zu zeigen. Und ich glaube auch, dass die anderen Dinge auch schon ausführlich hier diskutiert wurden. Deshalb verstehe ich nicht, warum du immer wieder dieses Thema aufmachst...

Habib


Habib,

wenn die anderen Dinge immer wieder ausführlich diskutiert werden, warum darf denn nagi seine Sicht der Dinge nicht auch immer wieder ausführlich zum besten geben.
Was besseres kann uns doch nicht passieren als zu der einen Meinung eine weitere (auch andere) Meinung zu lesen, die obendrein noch von jemandem kommt der dort wohnt.
Ausserdem was war denn so falsch an nagi`s Aussagen.

VG
Daniel

Ausserdem mussten viele Themen von nagi leiden, die meiner Löschwut unterlagen Wink
_________________
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habib




Anmeldedatum: 05.10.2008
Beiträge: 115
Wohnort: Tübingen

BeitragVerfasst am: 30.07.2009, 17:53    Titel:

Kein Problem, selbstverständlich kann jeder zum soundsovielten Mal dasselbe diskutieren. Ich ziehe mich aus Zeitgründen aus dieser tibetanischen Gebetsmühle zurück.

Vielleicht findet Nagi ja in seiner so großen Weitsicht, mit seinen so tiefen, weil selbst erlebten Erkenntnissen, ja endlich den Stein der Weisen, mit dessen Hilfe er den Millionen Ägyptern, die unterhalb der Armutsgrenze leben, ihren Kindern keine adäquate Gesundheitsbetreuung ermöglichen können, ebensowenig eine Schulbildung, die diesen Namen verdient, ein menschenwürdiges Leben verschaffen kann...

Aber Allah wirds schon richten...

Habib
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ägyptenfan




Anmeldedatum: 30.12.2007
Beiträge: 101
Wohnort: thüringen

BeitragVerfasst am: 30.07.2009, 18:08    Titel:

hallo nagi !!
ich lese deine berichte hier immer wieder gerne ! Very Happy
lasse dich nur nicht beeinflussen und mach weiter !
schliesslich bist du ägypter und siehst die dinge wie sie wirklich sind ,aus deiner sicht .
ich liebe ägypten über alles !!
ich sehe das positive und meine augen verschliessen sich auch nicht vor den negativen.
viele deutsche haben leider die angewohnheit nur bei anderen das schlechte zu suchen und so zu tun als ob bei uns alles " gold ist was glänzt " Rolling Eyes
vlg ägyptenfan Very Happy
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flori




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Beiträge: 1961
Wohnort: im schönen Schwabenland

BeitragVerfasst am: 30.07.2009, 19:03    Titel:

macht mal einen vergleich:
BRD - hier herrscht hohe arbeitslosigkeit trotz
hervorragender wirtschaftslage, hier wird arroganz, geldgier und egoismus bei vielen grossgeschrieben
Ägypten - auch hier hohe arbeitslosigkeit wegen schlechter wirtschaftslage,
arroganz, geldgier und egoismus sind hier nur bei wenigen aktuell

Fazit: wenn die Ägypter auch so wären, dann würde dort niemand Urlaub machen wollen, verbringt mal einen oder ein paar tage bei den einfachen leuten - ihr werdet überrascht sein welche herzlichkeit, wärme und gütigkeit
hier herrschen (trotz armut) - natürlich ist hier dritte welt, aber wir in der zweiten haben verlernt wie man mit seinen nachbarn, bekannten und mitmenschen umgeht - wir sehen das gute an uns grösstenteils nur selbst, und die fehler der anderen noch besser - eigentlich schade Crying or Very sad FLO
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habib




Anmeldedatum: 05.10.2008
Beiträge: 115
Wohnort: Tübingen

BeitragVerfasst am: 30.07.2009, 19:35    Titel:

Ja, als Tourist sieht man die Gastfreundschaft der ägyptischen Menschen, aber ich erlebe gerade wieder einmal an der Familie meines Freundes, wie wenig - wenn es darauf ankommt - auf die Hilfe im so hochgelobtenn Familienverband Verlass ist. So wenig - im Verbund mit den katastrophalen Zuständne in nicht-privaten Krankenhäusern - dass es nicht möglich ist, ein Baby (und dessen stillende Mutter) so zu ernähren, dass es angemessen wächst, seine Krankheiten so zu behandeln, dass es nicht monatelange Schmerzen ertragen muss und - wenn nicht bald von irgendwoher (vielleicht von Allah?) Hilfe kommt, dass dieses Baby sterben wird...

Aber klar, die Menschen sind ja so freundlich und das System ist ja im großen und ganzen O.k. Auf der anderen Seite feiern Parteien Riesen-Partys mit Unmengen von Lebensmitteln. Die Reste geben sie nicht etwa den Armen, nein, die werden in den Müll geworfen...

Aber Nagi kennt sein Volk sicher besser als ich, er lebt ja dort...

Habib, die sich jetzt wirklich nicht mehr dazu äußern wird, weil ich ansonsten k...... muss und mich nicht mehr zurückhalten kann
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Babutzi




Anmeldedatum: 24.07.2009
Beiträge: 912

BeitragVerfasst am: 30.07.2009, 20:11    Titel: Ägypten ist reich, aber

Es ist sicher nicht zulässig, Ägypten mit Deutschland zu vergleichen. Positive und negative Dinge gibt es hier wie da und ein Ägypter hat sicher das Recht, sein Land schön zu finden und es zu verteidigen (auch wenn keiner es im Moment angreift).

Wir Europäer sollten uns, denke ich, immer vor Augen halten, dass Ägypten eine Hochkultur hatte, als unsere Vorfahren noch im Bärenfell auf den Bäumen saßen. Die Beweise sehen wir täglich.

Die Geschichte, die habib beigetragen hat, ist sicher traurig und sollte auch nicht als Folklore abgetan werden. Aber wenn man in dem hochgelobten zivilisierten Land USA die Versorgung der Kranken betrachtet, sind die Verhältnisse sicher nicht besser, abgesehen davon, dass diese Mutter mit ihrem Baby wahrscheinlich gar nicht in eine Klinik aufgenommen worden wäre, da sie vermutlich keine Krankenversicherung hat und die Versorgung nicht selbst zahlen kann.
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asfura




Anmeldedatum: 14.06.2009
Beiträge: 519

BeitragVerfasst am: 31.07.2009, 03:02    Titel:

Eigentlich wollte ich ja nicht dazu schreiben, da es hier ja um Aegypten geht, aber .......

Wenn ich hier in Aeypten den Fernseher einschalte, sehe ich auch immer wieder Dokumentationen ueber Deutsche, die die Krankenversicherung aus Kostengruenden einsparen, ueber Aerzte, die in rollenden Arztpraxen Arme versorgen, ueber Menschen, die trotz Arbeit nicht ueber die Runden kommen, weil sie zu schlecht bezahlt werden.

Auch in Deutschand werden Lebensmittel in den Muell geworfen, obwohl es Organisationen gibt, die sogar abholen, was verwertbar ist, und an Beduerftige verteilen.

Und das, obwohl es ja im Gegensatz zu Aegypten immer noch eine Grundsicherung vom Staat gibt.

Das gibt doch zu denken, finde ich...

Da sollte man doch ein bisschen vorsichtiger mit dem erhobenen Zeigefinger sein.

Es gibt sowohl hier als auch dort immer Menschen, die sich fuer andere Einsetzen nach allen Kraeften und Andere, die es eben aus irgendwelchen Gruenden nicht koennen oder wollen.

Vor Pauschalurteilen sollte man sich immer hueten, das fuehrt zu nichts.

Und man kann doch wohl positive Aeusserungen machen, ohne sich vorwerfen lassen zu muessen, dass man das Negative nicht saehe.

Muessen wir jedesmal Entschuldigung sagen, wenn wir etwas postiv erwaehnen und gleich die Missstaende auch mit auffuehren?
Das kann's doch wohl nicht sein.


VG

Asfura
_________________
Alles, was die Menschen in Bewegung setzt, muß durch ihren Kopf hindurch; aber welche Gestalt es in diesem Kopf annimmt, hängt sehr von den Umständen ab.
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ana

Gast





BeitragVerfasst am: 31.07.2009, 03:31    Titel:

Liebe Asfura,

DANKE - denn du sprichst mir aus der Seele. Wir alle kennen die Armut in dem Land, ebenso gibt es diese Armut hier bei uns. Hier bekommt man von staatlicher Seite Geld und in Ägypten wird bei so vielen Menschen mit wenig Geld die sogenannte gamaia gemacht. Dies macht man oft für Menschen, die ins Krankenhaus müssen, eine OP bezahlen, eine Hochzeit finanzieren und sie bewährt sich immer wieder.
Wenn eine ägyptische Familie kein Geld zusammen legt, dann entweder, weil sie hoffen, es kommt Geld von anderer Seite. Ich habe dies bislang noch nie erlebt. Selbst bei den ganz armen Menschen wird sich untereinander geholfen.

hier noch was - was Deutschland betrifft:

"In Deutschland ist jedes fünfte Kind arm." Das sagt der Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschafts-forschung.
"Jedes sechste Kind in Deutschland ist von Armut betroffen." Das sagt der Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland von Unicef aus Mai 2008.
"Jeder Vierte zwischen 16 und 24 Jahre alte Jungendliche lebt in materieller Not oder ist davon bedroht." Das erklärt die Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jungendhilfe (AGJ) Anfang Juni 2008.

Wir sagen: Die Armutsgrenze muss fallen! Auch nur ein armes Kind ist ein Kind zuviel in der Armutsstatistik! - Kinder sind die Zukunft unseres Landes, Kinder sind die Zukunft unserer Erde. Kinder-Armut darf es deshalb nicht geben. Doch Kinderarmut ist real, nicht nur in der sogenannten Dritten Welt, sondern auch bei uns in Deutschland! Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Armut der Kinder in Deutschland geben der Kinder-Report des Deutschen Kinderhilfswerks sowie Untersuchungen von Unicef.

http://www.kinder-armut.de/

LG
ana
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nagi




Anmeldedatum: 29.06.2008
Beiträge: 1878

BeitragVerfasst am: 31.07.2009, 10:42    Titel:

2 von 3

Geographisch, klimatisch, verkehrstechnisch und an was das Boden her gibt, auch industriell betrachtet, ist das Land also an Ruhstoffe, Bodenschätze und landesspezifischen Ernährungs- und industriellen Erzeugnisse nicht arm. Das hat man auch in den früheren verschieden Epochen und Perioden erkannt und damit eine hochentwickelte Zivilisation geschaffen.

Was ist den heute anderes, was war passiert, dass das Land heute, und auch seine Menschen unter Armut und Ohnmacht leiden.

Die Ursachen für diese negative Entwicklung unterteile ich auf zwei Typen von Gründen:

1- Inländische Ursachen 2- ausländische Einflusse.

Zum ersten:
Schon immer war Ägypten ein Einmann – Land. Der Mann, der da oben sitzt, der Herrscher, der einer halben Gott, damals wie heute.

Unter ihm kontrolliert ein Netz von Verwandten, Familienklans, und engen Freundeskreis das Geschehen im Land. Alle wichtigen Posten, Handelsbereiche, politische und Sicherheitsorgane des Landes liegen in ihren Händen. Das waren und sind immer dieselben 100 Familien. Schon seit Mohamad Ali lesen und hören wir von denselben Familien mit denselben Namen, wenn ich bis 1800 von heute an zurück blicke.

Das gemeine Volk gewöhnte sich also daran, dass ein Mann, eine Familie, über alle Entscheidungen wie z.B. über Krieg und Frieden, Besitz und Eigentum, Handel und Verkauf, Wirtschaft und Ernährung, Bildung und Gesundheit, und so weiter bis hin zur Ehe und Familie die Verfügung hat.

Auch im kleinen Dorf, in der großen Stadt, in der Firma, in der Kaserne, in der Schule, in der einen Familie hat sich diese Kultur des einen Mannes durchgesetzt und etabliert. Alle anderen haben nichts zu sagen.

Und somit wurden tödlichen Entscheidungen getroffen. Hunderte von solchen Fehlentscheidungen könnte ich aus den letzten 50 Jahren darstellen, begnüge mich aber mit dieser hier:

Ein Minister für Landwirtschaft entschied sich plötzlich für Kiwi und Erdbeeren statt Getreide und Baumwolle. Der Mann ging weiter und importierte weltweit geächtete Düngemittel und an den Mann gebracht. Dazu ließ er Süßwasserkanale und Bäche zur Abwasserleitungen umfunktionieren. Alles legal und per Gesetz.

Die Folgen sind katastrophal, Felder werden mit Abwasser bewässert, neuartige Krankheiten schleichen sich durch, Hunger und Armut bei immer mehr Menschen zu dokumentieren, vor allem bei den Bauern auf dem Land.
Mit einem Schlag schaffte es der Mann ein großes Elend übers Land zu bringen, ganz alleine. Der Versuch ihn vor Gericht zu bringen scheiterte immer wieder, lediglich seinen Stellvertreter wurde verurteilt.

Ein anderer, der eigentlich kein Politiker ist, aber große Macht im Lande hat wollte alles auf einmal privatisieren und an Investoren verkaufen, nur so. Firmen, Banken, Fabriken, Verkehrsgesellschaften, Hotels, Länderein, einfach alles, was dem Volk mal gehörte wurde billig und unkontrolliert an einzelnen ausverkauft wie im Supermarkt. Er eröffnete damit die Tür für Korruptionen, Bestechung und einen großen Angriff der Reichen.
Die Folgen für diesen ungeplanten und ungesetzlichen Ausverkauf sind Entlassungen von Arbeitern und Angestellten, Preiserhöhungen, und damit Armut. Arbeitslosengeld oder Sozialleistungen gibt es nicht. Parlament und Regierungsposten sind mit Geschäftsleuten zu besitzen. Milliarden Dollars und Euros liegen in der Schweiz und woanders, ungerechterweise aus dem Land verschleppt.

All dies sehen und erkennen die Menschen glasklar, erzählen heimlich davon. Demos wurden mit aller Härte niedergeschlagen, Oppositionelle für Verbrecher gehalten und eingesperrt. Angst und Gleichgültigkeit wurden zur Eigenschaft.

Bis dann
Gruß
Nagi
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