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Und wieder eine Neue (mit einer altbekannten Geschichte)

 
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käthe




Anmeldedatum: 27.06.2013
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BeitragVerfasst am: 30.06.2013, 12:18    Titel: Und wieder eine Neue (mit einer altbekannten Geschichte)…

Hallo Ihr Lieben,

ich bin „die Neue“ hier und dachte, ich erzähle Euch auch mal meine kleine Geschichte. Ich hoffe, ich nerve Euch damit nicht, schließlich gibt es hier ja doch sehr viele dieser Art.

Vielleicht erst mal kurz zu mir: Ich bin eine 27 Jahre junge Frau, arbeite für eine große Film- und TV- Produktionsfirma und bin gerade neuerdings auf der Suche nach mir selbst, weil ich mich irgendwo in Ägypten verloren habe…

Im Mai dieses Jahres war ich mit meinem Freund im Grand Resort Hurghada. Eigentlich bin ich dort mit der Hoffnung hingeflogen, unsere Beziehung zu retten, die schon seit längerem stark kriselte, aber wie sagt man so schön „erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“.
Schon am ersten Morgen beim Frühstück lief mir einer der Kellner über den Weg, der mich sofort in seinen Bann zog. Ich kann mir selbst nicht erklären, warum. Er ist eigentlich überhaupt nicht mein Typ und hat auch nichts Besonderes getan, was mich so hätte faszinieren können und trotzdem war ich auf Anhieb hin und weg.
Die ganze Woche über konnte ich einfach nicht aufhören, ihn anzusehen. Wir hatten viel Blickkontakt, aber bis auf den üblichen Kontakt zwischen Gast und Kellner, gab es nichts zwischen uns.
Am Abend der Abreise wäre ich am liebsten dort geblieben. Es hat mir das Herz zerrissen, zurückfliegen zu müssen. Im Flugzeug sind mir fast die Tränen gekommen und zu Hause angekommen hatte ich das Gefühl von schrecklichem Liebeskummer, der mir einfach unerklärlich war, weil es doch gar nichts zwischen ihm und mir gab und ich ihn nicht einmal kannte.
Schlussendlich beendete ich dann meine 7jährige Beziehung. Nicht wegen des Kellners, das wäre wirklich dumm gewesen, sondern weil mir die ganze Situation zeigte, dass die Beziehung nicht mehr zu retten war.

Weder die Trennung, noch der wiedereingetretene Alltag und der tägliche Stress auf der Arbeit konnten „meinen Kellner“ vergessen machen. Er ging mir einfach nicht aus dem Kopf und mein bester Freund redete auf mich ein, dass ich unbedingt nochmal zurückfliegen müsse, um ihn entweder kennenzulernen oder wenigstens für mich einen Abschluss zu finden, sonst würde ich das wohlmöglich auf ewig bereuen.
Gesagt, getan. Vor zwei Wochen setzte ich mich zusammen mit meinem besten Freund wieder ins Flugzeug und machte mich auf den Weg zurück ins Grand Resort.
Zum Glück war er auch da und gegen all meiner Erwartung erkannte er mich sogar. Als meine Begleitung beim Abendessen kurz den Tisch verlassen hatte, kam er zu mir und fragte mich, ob ich nicht vor ein paar Wochen dagewesen wäre und dass er mich sofort erkannt hätte etc. Als ich später zurück auf mein Zimmer ging, nutzte mein bester Freund die Chance, dem Kellner zu sagen, dass er lediglich ein guter Freund und nicht mein Freund sei und dass er wissen sollte, dass ich nur zurückgekommen sei, weil ich ihn wiedersehen wollte und fragte ihn, ob er nicht Lust hätte, mich nach seiner Arbeit zu treffen. (Zur Erklärung: Mein bester Freund sagte ihm das alles ohne mein Wissen und tat das auch nur, weil er wusste, dass ich das sowieso vermutlich nie getan hätte). Dummerweise sagte der Kellner aber, dass er das zwar sehr gerne tun würde, aber dass das nicht erlaubt sei. Er machte einen sehr schüchternen und unerfahrenen Eindruck. Danach war für mich klar, dass ich ihn wohl nicht kennenlernen werde und ihn mir aus dem Kopf schlagen müsse.
In den nächsten Tagen genoss ich es einfach noch, ihn zu sehen und in seiner Nähe sein zu können. Er zog mich einfach magisch an. Von Tag zu Tag taute er auf, alberte mit uns rum, reservierte uns jeden Morgen und jeden Abend einen Tisch und von Tag zu Tag wuchs damit die Verzweiflung in mir, ihn bald wieder zurücklassen zu müssen, diesmal endgültig.
Am letzten Abend fragte er mich beim Essen, ob und wann ich wieder zurückkommen würde und später saß ich dann mit meinem besten Freund am Pool und „heulte“ mich bei ihm aus. Dann kam ER plötzlich um die Ecke und mein Freund nutzte die Chance, ihn nochmal anzusprechen und fragte ihn, wann er denn Feierabend hätte und ich nahm all meinen Mut zusammen, ihn zu fragen, ob wir uns nicht danach noch treffen wollen. Und siehe da: Plötzlich gab es kein „it’s not allowed“ mehr. Wir verabredeten uns und gingen später (natürlich in Begleitung meines besten Freundes) zusammen was trinken und danach noch ein kleines Stück spazieren. Es war einfach unglaublich schön, ihn endlich mal etwas besser kennenlernen zu dürfen. Er ist unglaublich nett, lustig und dummerweise seeeeeehhhhhhr schüchtern.
Am Abend der Abreise tauschten wir dann noch Handynummern aus und er fragte mich nochmal, wann ich denn wiederkommen würde. Als ich dann sagte, dass das frühestens in 6 Monaten ginge, fand er das alles andere als toll. Wir unterhielten und noch kurz und dann musste ich leider gehen.
Verabschiedet haben wir uns leider nur per Handschlag. Wir sind uns also in der ganzen Woche nicht wirklich nahgekommen und trotzdem fühle ich mich ihm so verbunden wie kaum einem Menschen zuvor.

Nun sitze ich seit einer Woche wieder im kalten Deutschland und habe den „Liebeskummer meines Lebens“ und weiß einfach nicht, was ich tun soll.
Er meinte, er könnte keine SMS schreiben, wir müssten also telefonieren. Ich habe ihm dennoch eine kurze SMS (auf Arabisch) geschrieben, als ich zu Hause war, bin mir aber nicht mal sicher, ob er die mit seinem uralten Handy überhaupt lesen konnte. Vorgestern und gestern Abend saß ich eine halbe Stunde vor meinem Handy und habe mich einfach nicht getraut, ihn anzurufen.
Ich überlege schon, im August nochmal zurückzufliegen, aber ich weiß nicht, ob das so viel Sinn macht, wenn ich es einfach nicht auf die Reihe bekomme, von hier aus Kontakt zu ihm zu halten. Außerdem bin ich total verunsichert, ob er überhaupt möchte, dass wir Kontakt halten, geschweige denn uns wiedersehen, sonst würde er doch wahrscheinlich auch von sich aus den Kontakt suchen oder was meint Ihr!?

Die Geschichte macht mich völlig fertig. Ich denke ständig an ihn und bin total verzweifelt.
Ein Urlaub, der eigentlich meine Beziehung und mein bisheriges Leben zurück in die richtigen Bahnen lenken sollte, hat mich total aus der selbigen geworfen.
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Aegypten Urlauber







Verfasst am:     Titel: Urlaubsangebote

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Krystyna




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BeitragVerfasst am: 30.06.2013, 13:22    Titel: Freund in Ägypten

Deine Geschichte ist bewegend und traurig zugleich. Ganz sicher bist du nicht die Erste und nicht die Letzte, die ihr Herz verliert an einen Mann mit Mandelaugen, einer Hautfarbe wie Milchschokolade die sich anfühlt wie Aprikose.... oder so ähnlich. Die Männer dort haben eine Anziehungskraft auf Frauen aus Europa, obwohl man weiß, so eine Beziehung ist mit vielem Problemen behaftet.
Die Probleme fangen an bei den kulturellen Unterschieden und hören auf bei Geld... trotzdem blendet man das alles aus.
Dein schüchterner Unbekannter ist vielleicht noch nicht so durchtrieben die Gunst der Stunde zu nutzen und dich für sich zu gewinnen.
Willst du ihn wirklich als Partner, dann mach dich auf viele Schwierigkeiten gefasst.
Eigentlich haben Europäische Frauen einen Ruf der "leichten Frauen" bei den Ägyptern und viele Männer benutzen uns um sich die Hörner abzustoßen (es gibt natürlich auch Ausnahmen).
Dein Kellner ist vielleicht nicht so, er hat vielleicht auch Angst seine Arbeit zu verlieren... weil er zu schüchtern ist auszuprobieren was geht und was nicht. Du bist eine moderne und kluge Frau und du wirst selbst merken was bei dir geht.
Ich würde es sogar vertehen, dass du wieder und wieder hinfliegst, bis du merkst was das alles bringen soll.
Übrigens, telefonieren geht immer, kostet nur eine Kleinigkeit vom Handy. Call by call geht auch, probiere es aus.
Viel Glück!
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käthe




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BeitragVerfasst am: 30.06.2013, 14:53    Titel:

Danke Krystyna.

Da sieht man mal wieder, wie sehr mich diese Geschichte berührt. Alleine Dein kurzer Beitrag lässt mir die Tränen in die Augen schießen.
Und ich weiß, dass telefonieren immer geht, nur bin ich so verunsichert, dass ich mich einfach nicht traue, ihn anzurufen (hört sich jetzt an, wie ein kleiner Teeny). Ich will ihn einfach nicht nerven oder bedrängen.
Aber einfach hinfliegen bringt auch nichts. Er ist immer zwei Monate arbeiten und dann zwei Wochen bei seiner Familie in Kairo. Wenn ich Pech habe, fliege ich genau zu der Zeit, in der er nicht da ist.

Es ist einfach eine total verzwickte Situation, aus der ich gerade nicht rauskomme.

Vielen Dank auf jeden Fall für Dein Feedback!!!
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Krystyna




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BeitragVerfasst am: 30.06.2013, 19:41    Titel: Freund...

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich bin sicher, er ist nicht abgeneigt. Im Moment ist alles schwierig in Ägypten und vielleicht ist er einfach nur ängstlich. Rufe einfach an, er hat dir doch seine Tel. Nr. gegeben, das ist doch schon eine Zustimmung. Du wirst sehen wie sich das entwickelt, doch ich muss dich warnen... es kann ein Fiasko werden.
Wenn du ganz vernünftig bist, dann versuche ihn zu vergessen.
Wenn du abenteuerlustig bis,t dann suche den Kontakt aber wenn du ängstlich bist, dann mach gar nichts.
Es gibt viele Geschichten über solche Verbindungen aber spannend sind sie schon. LG
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Polarlicht




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BeitragVerfasst am: 30.06.2013, 20:56    Titel:

Eine Liebesgeschichte ist eine Liebesgeschichte ist eine Liebesgeschichte.
Im Grundsatz etwas völlig normales und wunderbares.
Eine Frau und ein Mann treffen sich, mögen sich,
unternehmen was, gehen aus, gehen speziell nur zu Zweit
und so weiter.
Bei jedem 30.sten Kennenlernen oder so gibt es eine Beziehung,
ein gemeinsames Leben, Kinder, Fernseher , Auto, Haus.
Aus diesen Beziehungen werden es 40% nicht über 7 Jahre schaffen.
Zwischen 47 und 54% der Ehen werden geschieden in Mitteleuropa.
In Aegypten: Keine Ahnung.

Nebst rosaroten Wölklein und Herzrasen müsstest Du nachstehende
Überlegungen anstellen:
Du schreibst: Wohnung sind nicht so komfortabel!
Deine Überlegung: Wie willst Du in Aegypten leben?
Du schreibst: Dein Freund arbeitet an einer Reception?
Deine Überlegung: Kann er ein Leben nach deiner Vorstellung
finanzieren - und falls ja - will er das auch?
Meine Idee: Keine Beziehung ist in Stein gemeisselt?
Deine Überlegung: Was wird geschehen mit mir? meinen Kindern?
Meine Idee: Hast Du einen Beruf, um dich selbst finanzieren zu können?
Deine Überlegung: Um welche Art Stelle könnte ich mich bewerben -
und gibt es Stellen in diesem Bereich?
Es gibt verschiedene deutsche Schulen zB in Kairo. Als Lehrerin
sind ab und an da Stellen frei.
Du schreibst: Muss ich Kopftuchtragen?
Mein Eindruck. Nein, aber viele tun es.
Ich war vergangenen März eine Woche in Kairo und oft in dieser
Umgebung: Deutsche Frau, ägyptischer Mann.

Aus meiner Sicht am besten klappt die Beziehung, in der die
deutsche Frau schon als Kind einige Jahre in Aegypten lebte,
die Sprache sprach - und spricht - die meisten deutschen
Frauen arbeiten, um einen gewissen Komfort zu bekommen -
und um die Kinder eben in eine deutsche Schule geben zu können.
Was sehr teuer ist.

Ich selbst erlebe zum zweiten Mal die kulturellen Unterschiede
Schweiz / Finnland, was im Vergleich Deutschland - Aegypten
ein Klacks zu sein scheint.

Lerne dieses Land Aegypten genau kennen. Mit deinem "Freund"
und vor allem ohne deinen Freund. Lebe nicht in Hoteldistrikten
sondern in in Ägypten üblichen Verhältnissen. Studiere ein
bisschen die lokalen Religionen, koptische Christen und sunnitische
Muslime, und deren Auswirkungen auf Frauen. (Rechte, Pflichten,
Traditionen für die Frau und deren Kinder)
Lerne die Sprache, zumindest in Grundzügen.

Natürlich kann diese Beziehung auch ohne Überlegungen klappen.
Nagi, hier Mitglied, selbst Aegypter, arbeitet als Guide in Kairo
ist sogar überzeugt, dass deutsche Frauen und ägyptische Männer
ausgezeichnet zueinander passen. Meine gute deutsche Bekannte
die eben ein Jahr in Aegypten lebt meint: Die gegenseitige Faszination
Deutsch - Aegypten ist gross. Man will das mal versuchen, wenn
die ersten Schritte getan sind. Ein Ägypter muss heiraten um
vernünftig mit einer deutschen Frau zusammen leben zu können.
Die deutsche Frau muss das nicht - in Deutschland.
Die in Deutschland und der Schweiz oä gewohnte freie Umgang
mit der Umgebung, Nachbarn, Freunden, Konzerte, Theater, Disco,
ist eher aus Tradition eingeschränkt. Gute Kollegen, zB aus dem
Umfeld des Berufes würden argwöhnisch beäugt. Sowas ist man sich
nicht gewohnt.

Na, ja: Ich wünsche Dir viel Glück bei deinen Gedanken und Entscheidungen!

Heiner
PS: Das habe ich schon etwa 4 mal geschrieben Smile

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käthe




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BeitragVerfasst am: 01.07.2013, 10:36    Titel:

Hallo Polarlicht.

Vielen Dank für Deine Antwort, die allerdings wenig zu meiner Geschichte passt. Wink
Ich überlege weder, in Ägypten zu leben, noch habe ich Kinder, noch mache ich mir Gedanken darüber, wie und ob "er" mich versorgen könnte etc. Ich führe ja noch nicht einmal eine Beziehung mit einem Ägypter.
Womit Du aber Recht hast: "Eine Liebesgeschichte ist eine Liebesgeschichte ist eine Liebesgeschichte.". Und vielleicht werde ich auch irgendwann über all Deine aufgeführten Punkte nachdenken müssen, aber das ist jetzt nicht der Fall. Noch weiß ich nicht einmal, was und ob überhaupt etwas aus der Geschichte wird.

Trotzdem vielen Dank für Dein Feedback!
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käthe




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BeitragVerfasst am: 29.08.2014, 17:56    Titel:

Über ein Jahr später ...

Nach so langer Zeit habe ich mir gerade meinen Beitrag durchgelesen, hatte Gänsehaut und musste zugleich schmunzeln. Und für alle, die es interessiert oder die vielleicht gerade eine ähnlich Geschichte erleben, wollte ich kurz berichten, wie meine Geschichte ausgegangen ist.

Ich bin nach diesem Urlaub mit meinem besten Freund noch zwei Mal mit einer Freundin und ein Mal alleine ins selbe Hotel geflogen. Und zwischen meinen Aufenthalten dort haben wir täglich (manchmal mehrmals) telefoniert oder per SMS Kontakt gehalten.

Ihm ging es tatsächlich genauso wie mir und er hatte sich bereits schon "auf den ersten Blick" verliebt, doch wie vermutet, war er völlig unerfahren und schüchtern. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen und zu den vielen immer gleichen Geschichten, hatte er noch keinerlei Erfahrungen damit, mit Gästen anzubändeln. Im Gegenteil, ich war die erste Frau, die er jemals geküsst hat.

Aus dieser anfänglichen zarten Urlaubsliebe, ist mittlerweile eine ernste Beziehung geworden. Er ist die Liebe meines Lebens und wie schon in meinem ersten Beitrag erwähnt, ERSTENS KOMMT ES ANDERS UND ZWEITENS ALS MAN DENKT... Ich hatte nie vor, hier in Ägypten zu leben, ABER ich habe alles in Deutschland aufgegeben und lebe nun seit mehr als 10 Monaten in Hurghada. Und nein, das alles tat ich nicht, weil er es von mir verlankte und auch nicht auf gut Glück. Ich suchte mir vorher einen Job und zusammen mit ihm eine Wohnung und erst als ich das gefunden hatte, habe ich meine Zelte in Deutschland abgebrochen. Und nein, er lässt sich auch nicht von mir aushalten. Wir zahlen beide zu gleichen Teilen die Miete und Lebensmittel und er hat noch nie irgendwelche Geschenke von mir bekommen.

Ich will nicht sagen, dass er die große Ausnahme ist, aber er ist mein persönlicher "Glücksfang". Er ist ist immer da, wenn ich ihn brauche. Er ist mein bester Freund, mein Seelenverwandter und Liebhaber zugleich.

Es war nicht immer einfach. Wir haben viel kämpfen müssen und viele viele Tränen vergossen, aber gemeinsam haben wir uns gegen alle Probleme gestellt, sogar gegen unsere Familien. Mittlerweile planen wir unsere kirchliche Hochzeit (er ist Christ) und das Hochzeitskleid ist bereits da.

Ich bin mir sicher, dass das noch nicht das Ende der Geschichte ist und dass wir bestimmt noch viele Schwierigkeiten zu nehmen haben, aber wir sind uns unserer Liebe sicher und das zeigt, dass die Liebe auch alle kultuerellen Grenzen überwinden kann.

(Vielleicht macht das ja dem ein oder anderen hier ein wenig Mut).


Ganz liebe Grüße aus dem Land der Pharaonen
Käthe
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Polarlicht




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BeitragVerfasst am: 31.08.2014, 19:46    Titel:

Ich wünsche Dir alles alles Gute!

Heiner
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Selket




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Wohnort: Kaiserstuhl

BeitragVerfasst am: 31.08.2014, 19:57    Titel:

Liebe Käthe,

vielen Dank für deine Geschichte Very Happy

Ich gebe zu, wenn man anfängt eine Geschichte, wie deine, zulesen,
beschleicht einem schon das Gefühl und der Gedanke an Bezness
(http://www.1001geschichte.de/)

Aber durch deine Fortsetzung ein Jahr danach und wie es sich entwickelt hat, lässt doch sehr hoffen, das das bei euch nicht so ist.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und das du dein Glück gefunden hast.

Ich persönlich würde mich freuen, immer mal wieder von dir zuhören und ein Update deiner Geschichte zulesen.
Es gibt sicher einigen anderen Mut diesen Schritt zutun und zeigt auf, das nicht immer Ehebetrug und Bezness dahinter stecken müssen.

Liebe Grüßle
Carmen

und dir alles Gute
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Littleburni




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BeitragVerfasst am: 01.09.2014, 14:10    Titel:

Na hast du ein Glück, dass ich dir von Herzen gönne!!!
Es kann eben auch gut gehen, wenn man seinen Verstand einschaltet.

Alles Gute und auch viele Grüße an deinen baldigen Ehemann.

PS: Gute Idee mit dem update. Kannst du gerne in 12 Monaten wiederholen Very Happy
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Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind (Kurt Tucholsky)
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käthe




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Beiträge: 10
Wohnort: Potsdam

BeitragVerfasst am: 05.09.2014, 17:14    Titel:

Vielen lieben Dank für das nette Feedback und die lieben Wünsche.

Ja, ich kenne viele dieser Geschichten über "Bezness" und auch das Portal "1001 Geschichte". Ich habe selber unzählige Foren durchstöbert, Bücher gelesen, Berichte gesehen.
Ich wurde unzählige Male gewarnt, habe auf den Weg hier her viele "Freunde" und sogar zum Teil den Rückhalt meiner Familie verloren.
Und ich habe selber - vor allem anfangs, aber auch im Laufe der Zeit immer wieder - an meinem eigenen Verstand gezweifelt und war immer skeptisch und habe alles in Frage gestellt (ein Wunder, dass "mein Liebster" nicht wahnsinnig geworden ist, ich habe es ihm und uns nicht einfach gemacht).

Hätte mir jemand vor über 1,5 Jahren gesagt, dass ich mich irgendwann Hals über Kopf in einen Ägypter verliebe, hätte ich ihn ausgelacht. Hätte er aßerdem behauptet, ich würde Deutschland für diesen Mann verlassen, um mit ihm zusammen zu leben, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Wer sollte schon soetwas Dummes tun?? Rolling Eyes

Nun ja, manchmal kann eben auch der Verstand nichts gegen die Liebe tun. Und ich bin glücklich, in diesem Fall nicht auf meinen Kopf, sondern auf mein Herz gehört zu haben. Egal, wie diese Geschichte ausgehen mag (wer vermag das schon zu sagen?), ich bin dankbar für jeden einzelnen Tag, den ich hier verleben durfte, für jede Schwierigkeit, die mir den Weg versperrt hat. All das hat mich an Erfahrung unheimlich bereichert. Vor allem habe ich gelernt, auf mein Gefühl zu vertrauen.

Ich möchte mit meiner Geschichte keinesfalls jeder Frau Mut machen und grundsätzlich sagen "Go! Mach dein Ding!". Man sollte immer alles mit möglichst klarem Verstand betrachten. Aber nicht alle Geschichten müssen schlecht ausgehen und nicht jeder Ägypter ist ein "Casanova".

Ich freue mich, dass es offensichtlich Interessenten für meine Geschichte gibt und gerne werde ich euch hier auf dem Laufenden halten, was daraus wird.


Herzliche Grüße aus dem sonnigen Hurghada
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Krystyna




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Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 07.09.2014, 16:11    Titel: 1001 Tag und Nacht im Glück

Es soll doch auch möglich sein in Ägypten, mit einem Ägypter glücklich zu sein. Viele Erfahrungen sprechen dagegen aber in diesem Fall soll eine Ausnahme die Regel bestätigen oder nicht... werdet weiterhin glücklich zusammen.
Ich wünsche euch alles Gute. Krystyna
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