| Vorheriges Thema anzeigen :: N�chstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
partyelse75
Anmeldedatum: 22.09.2010 Beitr�ge: 17
|
|
|
|
|
Hallo Ihr Lieben..
so, ich hoffe, ich stosse nicht mit diesem Thema auf verhärtete Fronten, doch bei einem solchen Multi-Forum denke ich das jetzt einfach mal nicht...
Also..meine Frage an dieser Stelle..
Ist jemand als Christin mit einem Moslem (Ägypter in diesem Fall) verheiratet?
Gab es da bei Euch irg.welche Probleme am Anfang, währenddessen oder auch immer noch..war es je Diskussions Thema?
Hat der eine oder andere von Euch evtl auch schon mit seinem Schatz Kinder bekommen oder bekommt bald...meine Frage dahingehend..Habt Ihr akzeptiert, dass Eure gemeinsamen Kinder Moslems sind/sein werden? Wie macht Ihr es als Christin mit der Unterstützung einer muslimischen Erziehung? Habt Ihr da irg.welche Unterstützung oder oder?
Oh mann, Fragen über Fragen..aber ich denke, das ist sicher ein Thema, das viele von uns sicher beschäftigt oder schon beschäftigt hat..uns vor grosse Herausforderungen stellt oder gar gestellt hat..Kompromisse gefunden werden müssen oder gar gefunden wurden..
Da ich im nächsten Jahr wohl selbst vor der Eheschliessung mit meinem ägypt Schatz stehe..isa ..möchte ich mich so gut es geht aufklären..
´
Bevor jetzt irg.welche Kritiker gleich wieder losschiessen..nein, ich bin nicht naiv, nicht uninformiert, nicht blöd, nicht blauäugig etc..ich habe eine lange Geschichte und befasse mich seit sehr langer Zeit und intensiv mit allen möglichen Themen..ABER...Erfahrungsaustausch und Tipps sind immer noch die wertvollsten Erfahrungen, die man sammeln kann ..neben den eigenen Erfahrungen
Also, freue mich auf eine diskussionsfreudige und informative Runde
Danke im Voraus an alle von Euch!
Liebe Grüsse,
Anja |
|
| Nach oben |
|
 |
Aegypten Urlauber
|
|
| Nach oben |
|
 |
dahabni
Anmeldedatum: 18.02.2009 Beitr�ge: 139 Wohnort: Berlin
|
|
|
|
|
Hallo Anja!
Schön, dass du dich VORHER ausführlich mit dem Thema beschäftigst. Und du denkst auch noch weiter, als an die ersten 2 (Flitter)wochen.
Sooo, um einige deiner Fragen zu beantworten:
1. Ja, ich bin mit einem Moslem/ Ägypter verheiratet.
2. Mein Bienchen wird demnächst 2 Jahre: Kinderfrage beantwortet.
" Habt Ihr akzeptiert, dass Eure gemeinsamen Kinder Moslems sind/sein werden? "
3. Nein, wieso denn? Weil es "da unten" so festgelegt ist? Oder weil du das auch denkst? Ich war und bin immer dieser Überzeugung: Jedes Kind wird FREI geboren. Ob mein Mann nun (geborener) Moslem ist oder nicht: Wir sind uns einig, dass unser Kind in ihren Entscheidungen frei ist und bleibt. Sie kann den Weg gehen, für den sie sich entscheidet.
Dementsprechend findet bei uns mit 100prozentiger Garantie KEINE religiöse Erziehung statt. Informieren kann sich die Kleine dann immer noch. Und meinetwegen auch irgendwas ausleben. Das bleibt ihr überlassen.
" Gab es da bei Euch irg.welche Probleme am Anfang, währenddessen oder auch immer noch..war es je Diskussions Thema? "
Nein. Es wurde beiderseits akzeptiert und ad acta gelegt. Ist zwischen uns kein Thema. Gelegentlich, wenn Anschläge auf Christen verübt werden: Bleibt aber alles auf Distanzebene. Alles kein Ding.
" Wie macht Ihr es als Christin mit der Unterstützung einer muslimischen Erziehung? Habt Ihr da irg.welche Unterstützung oder oder? "
Das gibt mir zu denken. Willst Du denn deine Kinder dementsprechend erziehen? Und wenn ja: Warum? Wozu? Weil es so verlangt wird? Um deinem Mann zu gefallen? Oder um anderen etwas zu beweisen?
Ich bin etwas irritiert.. Deine Kinder können sich doch später damit auseinandersetzen. Warum lässt du ihnen denn nicht die freie Wahl? Ich persönlich finde es grundsätzlich falsch, wie den Kindern der Welt einfach so das Gedankengut der Eltern aufgedrückt wird. Wie stehts denn da mit freiem Willen und so?
Ich formuliere es mal so: An erster Stelle steht EIN KIND. Es ist EIN MENSCH. Erziehe es nach diesen Richtlinien. Für Religion, Wissenschaft etc. können sich die kleinen dann später interessieren und frei wählen.
So sehe ich das.
Noch ein Tipp: DU entscheidest dich für eine Ehe mit einem Ägypter. Bitte denke aber auch an die Zukunft eventueller Kinder. Ich finde es schrecklich, wenn ich alle Weile am Flughafen mit jemandem quatsche und zu hören kriege:
1. "Mein Sohn heisst Mohammed."
2. "Er trägt den Namen seines Vaters."
3. "Sein Vater möchte, dass er muslimisch erzogen wird."
4. "Natürlich besitzt er die doppelte Staatsbürgerschaft."
5. "Ja, sein Vater steht in der Geburtsurkunde."
6. "Nein, wir beide leben in Deutschland. Sein Vater in Ägypten. Wir besuchen ihn alle Weile. Das bleibt auch in Zukunft so."
Zur Erklärung: Ich finde es unmölich, wenn man seinem Kind einen solchen Stempel aufdrückt. MOHAMMED. Ich weiß, hören mag es niemand, aber mal ehrlich: Wenn dir eine Bewerbung auf den Tisch flattert von Mohammed Ahmed Hassan Farrag, was denkst du dann? Ihr versteht den Wink..
Stigmata sind immer vorhanden und überall zu finden. Aber niemand von uns weiß, was die Zukunft bringen mag: Nimm deinen Kindern nicht die Chancengleichheit. Ein Gabriel, Raffael oder Adam tuts doch auch. Warum immer Mohammed, Younis oder schlimmer: Ahmed?
( Ganz persönliche Meinung)
So, genug des Gesülzes.. Nun hast du etwas zum Nachdenken.
Noch eins: MAN SOLLTE SICH SELBST UND SEINE ERZIEHUNG NIEMALS VERGESSEN ODER HINTENAN STELLEN. NICHT MAL FÜR DIE LIEBE.
Es grüßt
dahabni |
|
| Nach oben |
|
 |
partyelse75
Anmeldedatum: 22.09.2010 Beitr�ge: 17
|
|
|
|
|
hallo liebe dahabni..
erstmal möchte ich dir von herzen für deine antwort danken..schön, dass man überhaupt diskutieren kann wie gesagt austausch ist wichtig..
bevor ich jedoch antworte möchte ich eines loswerden..ich möchte hier nicht diskutieren, wer wie und warum welche religion bekommt oder oder..denn das, finde ich..ist wirklich persönlich und sollte überall akzeptiert werden..das würde eine endlosschleife geben..genauso wie eine tolle frage.."warum wollt ihr überhaupt heiraten"..warum will jemand heiraten?? auch das beantwortet jeder immer für sich selbst aus unterschiedlichsten gründen und hier geht es nicht darum, jemanden zu überzeugen..es ist ein wunsch, den man aus einem grunde hat und so ist es..e basta
ich weiss nicht, ob du zugriff auf meine damalige vorstellungsgeschichte hattest..aber ich bin weiss gott nicht naiv oder uninformiert oder lasse mir vorschreiben oder oder und das alles nur aus liebe...das möchte ich vorwegschicken!!!!! und ich denke auch nicht, dass wir hier diskutieren sollten, welches kind welchen namen tragen wird...und dass WIR hier in deutschland z.B. bescheuert reagieren, weil jemand mohamed oder hussein oder oder heisst..das liegt ganz sicher nicht daran, weil der name nicht so schön ist oder weil ..sondern weil wir mit unseren supertollen vorurteilen vieles kaputt machen..aber ich bin bedingt bei dir..kann es ein wenig verstehen..aber auch das war nicht meine frage.."wie heisst dein kind"..
meine kernfrage...WER hat erfahrung in muslimischer erziehung, WIE macht ihr es, WELCHE diskussionen gibt es?
wenn du keine hast oder hattest..wunderbar..wir hatten auch keine..zumindest keine, die den einen oder anderen UNZUFRIEDEN gestimmt hätten! ich WURDE und WERDE als sogenannte christin (mehr aufm papier als sonst was) akzeptiert und auch unsere beziehung!!
de facto werden wir nicht in deutschland leben, sondern in cairo...was schonmal einen kleinen unterschied im leben, erziehung und akzeptanz macht..das weisst du ja sicher...
ich habe kein problem, wenn meine kinder moslems sind..warum?? hätte ich ein problem mit der religion, dem land, der kultur, den menschen..die es auch praktizieren, dann würde ich mich nicht auf ein leben dort einlassen und auch nicht auf die ehe mit einem praktizierenden moslem..
ob ich jemals konvertieren werde weiss ich nicht..das ist keine frage, die mir je gestellt wurde von meinem partner oder seiner familie!! sollte ich, dann nur weil es MEIN herzenswunsch und mein GLAUBE ist!!! ich kann nur zum jetzigen zeitpunkt für MICH sagen, dass ich immer noch ein paar vorbehalte für MICH selbst habe, weil ICH aber auch 35 jahre lang ANDERS gelebt habe und aufgewachsen bin! eine umstellung vom leben als auch von der glaubensrichtung ist nicht von heute auf morgen getan...das wäre quatsch!
aber wenn jemand in eine religion hineingeboren wird..dann reden wir hier nicht von einer umstellung, sondern von einem normalen aufwachsen in dem heimatland und der religion dort..und wenn sie später sich dieser religion entziehen möchten, können sie es tun! so wie wir es heute ja auch können! oder???
darf ich so frei fragen, ob dein mann praktizierender moslem ist? wo er aufgewachsen ist und mit welchen werten? bitte nicht böse sein, ist eine reine interessenfrage
liebe grüsse und wirklich...DANKE für jede antwort von dir und hier...von jedem!
lg anja |
|
| Nach oben |
|
 |
kritisch55

Anmeldedatum: 26.09.2010 Beitr�ge: 637
|
|
|
|
|
| dahabni hat Folgendes geschrieben: |
Wir sind uns einig, dass unser Kind in ihren Entscheidungen frei ist und bleibt. Sie kann den Weg gehen, für den sie sich entscheidet.
Dementsprechend findet bei uns mit 100prozentiger Garantie KEINE religiöse Erziehung statt.
...
Das gibt mir zu denken. Willst Du denn deine Kinder dementsprechend erziehen? Und wenn ja: Warum? Wozu? Weil es so verlangt wird? Um deinem Mann zu gefallen? Oder um anderen etwas zu beweisen?
Ich bin etwas irritiert.. Deine Kinder können sich doch später damit auseinandersetzen. Warum lässt du ihnen denn nicht die freie Wahl? Ich persönlich finde es grundsätzlich falsch, wie den Kindern der Welt einfach so das Gedankengut der Eltern aufgedrückt wird. Wie stehts denn da mit freiem Willen und so?
...
Ich formuliere es mal so: An erster Stelle steht EIN KIND. Es ist EIN MENSCH. Erziehe es nach diesen Richtlinien. Für Religion, Wissenschaft etc. können sich die kleinen dann später interessieren und frei wählen.
-----
Noch eins: MAN SOLLTE SICH SELBST UND SEINE ERZIEHUNG NIEMALS VERGESSEN ODER HINTENAN STELLEN. NICHT MAL FÜR DIE LIEBE.
|
Das (im gekürzten Zitat) Geschriebene hast du supergut formuliert!
Und exakt diese Religionsentscheidung muss ein Kind selbst treffen können, und zwar erst dann, wenn es aufgrund von Alter und Reife dazu in der Lage ist.
Meine Tochter wurde getauft, weil ihre Großeltern es traditionell so wollten. Ich war damals bereits zwei Jahre aus der Kirche ausgetreten (noch früher hätte es mich meinen gut bezahlten Job in der kirchlich angehauchten Klinik gekostet) und ich durfte dabei nicht mal am Taufbecken stehen. Aber als es in Richtung Konfirmation ging, beschlossen meine Tochter und 15 weitere Klassenkameraden, dass sie auf diese Ritualfortsetzung darauf verzichten und Sinnvolleres mit ihrer Freizeit anfangen können.
Gerade den religiösen Aspekt sollte man Kindern wirklich bis zu einem Alter nicht aufdrängen, in dem sie zu eigener und überlegter Entscheidungsfindung fähig sind.
Und so etwas muss eigentlich gerade bei der von partyelse-Anja geplanten Ehe vor der Eheschließung unzweifelhaft klar besprochen werden. _________________ La Sirene Hotel in Nuweiba - vieles neu macht der April! Bald mit neuer Tauchbasisleitung. |
|
| Nach oben |
|
 |
partyelse75
Anmeldedatum: 22.09.2010 Beitr�ge: 17
|
|
|
|
|
ich gebe euch beiden grundsätzlich recht..oder ihr habt nicht unrecht..lach..dahabni und k55...
mein beispiel..ich bin getauft worden, bin im katholischen münsterland aufgewachsen..zur firmung gegangen etc...bin aber nie zur kirche gegangen oder habe bis vor einigen jahren nicht einmal an gott geglaubt oder gar jegliche form der "katholischen, christlichen" erziehung zu hause genossen oder kennengelernt..ob ich nun getauft wurde oder nicht..das ist so PENG...hätte jetzt bei mir keinen unterschied gemacht..
meine frage nun aber an dieser stelle...denn ich vermute es hat eher mit der generellen frage zu tun..."wie kann ich hier nur entscheiden, dass mein kind MOSLEM wird"..würdet ihr das auch in frage stellen, wenn ich hier von katholisch, evangelisch, buddhistisch oder oder sprechen würde?? ist wirklich eine reine interessenfrage..
ich finde es nur nicht schlimm, ein kind nach einer religion zu erziehen und auch so aufwachsen zu lassen...denn das finde ich weniger verwerflich, ein kind nach einer religion und nach bestimmten werten zu erziehen, als ein kind ..wie bei mir z.b...zu taufen, weil dat kind ja unbedingt katholisch sein muss..aber die eltern das kind nie in die kirche lassen, auslachen, wenn es beten möchte, nur zu weihnachten und max. ostern in die kirche geschickt werden, damit die dorfgemeinde die anwesenheit notiert..etc...das finde ich verwerflicher..
also auch da meine frage an die, die in egypt leben..
mir ist ausserdem bisher gänzlich unbekannt, dass ein dort geborenes kind religionslos aufwachsen kann..sprich so lange, bis ein kind in der lage ist selbst zu entscheiden..korrigiert mich bitte, wenn jemand andere erfahrung gemacht hat..
und trotzdem möchte ich nochmal an meine eigentliche frage erinnern, die bisher noch nicht beantwortet wurde...
liebe grüsse, anja |
|
| Nach oben |
|
 |
Hobi
Anmeldedatum: 07.02.2011 Beitr�ge: 44
|
|
|
|
|
ich denke man sollte sich grundlegend damit ausseinandersetzen wenn man sich in so eine beziehung begibt..
ein moslem darf ja eine christin heiraten .. nur eben keine ungläubige.. also denke ich auch das dabei kein problem besteht - bestehen sollte!.. der glaube ist in meinen augen wichtig.. aber soll er über der liebe stehen!?.. wenn er es nicht akzeptieren könnte das du christin bist/bleibst.. dann würde mir das zu denken geben!..
in einer binationalen ehe/beziehungen gibt es oft viele streitigkeiten, meinungsverschiedenheiten.. ob in glaube oder kultur ect.. man muss sich einfach zusammen raufen und das ganze ding zusammen schaukeln.. (aber ich denke das ist in einer nicht binationalen ehe ganz genauso! nur eben mit anderen problemchen)
ich hab ein kind mit einem tunesier .. im endefekt das selbe .. moslemisch.. der vater lebt in tunesien ich in Deutschland.. das kind ist unverheiratet entstanden & geboren worden .. mittlerweile sind wir (leider) getrennt.. allerdings weiß ich das wenn wir noch zusammen wären würde ich das kind so großziehen wie auch ich erzogen worden bin & ich denke das es das beste ist.. ich finde es auch wichtig das ein kind einen glauben hat.. somit hätte ich ihn auch nach meinem glauben erzogen & der vater seinen glauben näher gebracht..
ich finde viele frauen ordnen sich was das angeht ihren "muslimischen" männern viel zu sehr unter und "akzeptieren"
heute erzieh ich ihn nach dem christlichen glauben .. wenn er alt genug ist werd ich ihn in die mosche schicken damit er was über den islam lernen kann - später kann er selbst entscheiden mit was er sich identifzieren kann...
was du dahbni schreibst .. find ich toll und kann das so voll unterschreiben .. vorallem den punkt mit dem Namen! |
|
| Nach oben |
|
 |
Salamander
Anmeldedatum: 06.01.2011 Beitr�ge: 230
|
|
|
|
|
| partyelse75 hat Folgendes geschrieben: |
...............................
meine frage nun aber an dieser stelle...denn ich vermute es hat eher mit der generellen frage zu tun..."wie kann ich hier nur entscheiden, dass mein kind MOSLEM wird"..würdet ihr das auch in frage stellen, wenn ich hier von katholisch, evangelisch, buddhistisch oder oder sprechen würde?? ist wirklich eine reine interessenfrage...................................
|
Der Punkt ist, dass dein Kind aus der Nummer nicht mehr rauskommt.
Es gibt, wenn ich mich nicht irre, verschiedene Beiträge zum Thema hier in diesem Forum. _________________ VG
Salamander |
|
| Nach oben |
|
 |
dahabni
Anmeldedatum: 18.02.2009 Beitr�ge: 139 Wohnort: Berlin
|
|
|
|
|
Liebe Anja!
Deine Fragen zur Erziehung können dir hier einige Ehefrauen beantworten. Hab Geduld!
" darf ich so frei fragen, ob dein mann praktizierender moslem ist? wo er aufgewachsen ist und mit welchen werten? bitte nicht böse sein, ist eine reine interessenfrage "
Ich glaube, mein Mann weiß nicht mal, wie beten funktioniert. Und das bei einer Familie, die strikt nach den Regeln im Koran lebt. SEHR STRIKT. Alle sechs Kinder haben die gleiche Erziehung genossen, aber eines (mein Mann) scherrt sich einen Kehricht drum. Vielleicht ist das mein/unser Glück.
" würdet ihr das auch in frage stellen, wenn ich hier von katholisch, evangelisch, buddhistisch oder oder sprechen würde?? ist wirklich eine reine interessenfrage.. "
Ja, würde ich. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass Religion frei wählbar sein sollte. Ohne (wie im islamischen Fall) mit Bestrafung bei Abfall von derer zu rechen ist.
" mir ist ausserdem bisher gänzlich unbekannt, dass ein dort geborenes kind religionslos aufwachsen kann..sprich so lange, bis ein kind in der lage ist selbst zu entscheiden..korrigiert mich bitte, wenn jemand andere erfahrung gemacht hat.. "
Kann es (offiziell) auch nicht. Dein Mann ist Moslem. Jedes eurer Kinder wird als Moslem in den Registern geführt. Dementsprechend, ob du willst oder ob das Kind es will, hat es sich an die dortigen Regeln (für Moslems) zu halten. In der (öffentlichen) Schule hat es am Koranunterricht teilzunehmen.
Ab da trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Moslem auf dem Papier zu sein heisst nicht, dass du auch so erzogen werden musst. NOCH wird nicht überwacht, ob und wie und wann jemand zum beten in die Moschee geht. Außerdem MUSS ein Ramadan auch nicht zwangsläufig durchgeführt und durchgehalten werden. Essen und trinken kann man (zur Not auch heimlich) immer. Und so wie ich Ägpten kennengelernt habe, können Worte oft zwar zu hören sein, aber vollkommen ohne Bedeutung und Inhalt sein.
Soll heißen: Nicht alles ist Gold, was glänzt. Und nicht jeder, der Moslem ist, ist auch praktizierender.
Schein und Sein, das ist die ägyptische Devise.
Ich hoffe, deine Fragen werden noch beantwortet. Und weiterhin hoffe ich, dass du immer zum Wohle deiner Kinder entscheidest. Denn das ist das Wichtigste.
Es grüßt
dahabni
P.S.: Hobi, ich finde es schön, dass du vorausschauend denkst und zum Wohle deines Sohnes entschieden hast.
Und es ist schön, dass nicht nur ich die elementare Namensgebung für ein Kind als sehr wichtig und entscheiden empfinde. Liebe hin oder her: Rationalität muss doch auch sein. |
|
| Nach oben |
|
 |
partyelse75
Anmeldedatum: 22.09.2010 Beitr�ge: 17
|
|
|
|
|
lach...ihr seid echt super!!!!!! das muss ich einfach mal an dieser stelle loswerden NEEEE, nicht gleich die stirn runzeln ich meine das ernst!! walahii!
nein, ma spass beiseite..mir ist wichtig, dass man sich unterhalten kann..leben und leben lassen...
dahabi:
dir möchte ich wegen der namensgebung was sagen..bevor ich mit meinem jetzigen freund zusammen war habe ich in einer anderen beziehung mit einem ägypter über das gleiche namensthema gesprochen da meinte ich auch, man weiss nie, wo und auf welchem parkett sich das kind mal bewegen könnte..was es beruflich machen wird, in welchem land etc...und JA, ich habe gleiche bemerkungen und anregungen geäußert wie du!!! jetzt, knappe 2 jahre später..ich hab familie in cairo, meinen freund dort etc..wie gesagt, wenn man mehr und mehr von land und leuten mitbekommt, dann muss ich gestehen, rückt dieses namensthema etwas in den hintergrund!! für mich waren HIER in D alle "hassan, hussein, ahmeds und ali's dieser welt meine dönerlieferanten..sorry, dass ich das hier so sage..aber das war bis damals mein kontakt mit diesen namen...ich habe fast JUCKREIZ und SCHNAPPATMUNG bekommen, wenn ich in meiner familie irg.wo einen dieser namen gehört hatte..wie glücklich ich war, als mein freund sich mit OMAR vorstellte..omar sharif...rrrrrrrrrrrrr...den mochte ich ja...LACH
JETZT..einige zeit später sehe ich nicht nur die namen, sondern auch ihre bedeutung..die übersetzung dafür und teilweise die personen dazu und es hat sich relativiert..nichts desto trotz..mein kind wird auch anders heissen
danke, liebe dahabni, dass du mir einblick in deine beziehung gewährst...ich hatte mir eine solch freie beziehung (frei im sinne von religion) schon gedacht... meine eigene familie in egypt ist auch zur koranschule, koran u arabisch unterricht in der schule gegangen, zu privatschulen gegangen und mehrsprachig grossgezogen worden, im ausland gelebt etc..sie sind sehr gläubig, doch sind sie open minded!!! ich konnte dort live miterleben, wie sie zwar muslimisch erzogen werden..mit den GRUNDWERTEN...eine gute erziehung..ABER sonst sehr frei erzogen werden und gelassen werden im eigenen gedankengut! kirchen ansehen und besuchen dürfen, um es kennenzulernen..denn viele muslime lassen ein kind nicht einmal in die nähe oder überhaupt in eine kirche..und ja, ihr habt recht...man kann ja gläubig sein und auch muslimisch erzogen werden, doch WIE sie erzogen werden, das entscheiden wir als eltern..und die richtigen werte haben nicht immer etwas mit der religion zu tun...
lg anja |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beitr�ge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beitr�ge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beitr�ge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beitr�ge in diesem Forum nicht l�schen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
|
|