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nagi
Anmeldedatum: 29.06.2008 Beiträge: 1878
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Die letzten 2 Tage haben es deutlich gemacht, dass die Ägypter doch schon reif für die demokratische Veränderung sind. Viele, im In- und im Ausland haben diesen Menschen großes Unrecht getan. Den Ägyptern wurde den Vorwurf gemacht, sie wären für Demokratie und Freiheit nicht bereit, sie wären unreif den demokratischen Weg zu gehen, sie wären faul für ihre Freiheit zu kämpfen. Es wird sich also in Ägypten nichts ändern, haben viele behauptet.
Idioten gingen sogar weiter und behaupteten, die Religion wird die Demokratie hindern, muslimisch und demokratisch, geht nicht. Vielleicht können sie jetzt auf Tunesien, Marokko und jetzt auch nach Ägypten schauen, und sich bei den Menschen entschuldigen, und anzuerkennen, wie rücksichtslos und frech sie waren.
In der Stadtmitte der Hauptstadt Kairo und auch in anderen Städten Ägyptens lieferten sich Demonstranten und Polizei harte Kämpfe mit vielen Toten und Verletzten. Parallel dazu gehen die Leute wählen, stehen stundenlang in den Kilometerlangen Schlangen, bei Krankheit und Regen, nur um ihre Stimme abzugeben. Auch in den Wahllokalen um den Tahrirplatz und in die Stadtmitte. Kein einziger wurde verletzt.
Im Oktober 2010 gingen etwa 3% wählen, im November 2011 gingen etwa 70% wählen. Es ist dasselbe Parlament was gewählt wird. Was hat sich denn in den Menschen verändert. Wie kommt so eine sprunghafte Beteiligung zustande.
Straßenschlachten hat es bei der Wahl im Oktober 2010 gegeben, Menschen starben und andere wurden verletzt. Im November 2011 hat es keinen einzigen Toten oder Verletzten bei den Wahlen gegeben, obwohl etwa 60% mehr Menschen zu den Wahlen gingen, und die Wahlen liefern auf 2 Tagen hintereinander.
Man muss verstehen um Antworten zu finden, man muss erst lernen um beurteilen zu können. Die Ägypter sind immer noch die Gleichen von 2010 bis 2011. Was hat sich verändert!!
Gruß
Nagi _________________ wir konzentrieren uns auf gemeinsamkeiten, und entschuldigen uns gegenseitig für verschiedenheiten. Nagi. www.kairo-in.de |
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Aegypten Urlauber
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Littleburni

Anmeldedatum: 25.10.2011 Beiträge: 1442 Wohnort: Bei Alfeld im Wald
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Richtig Nagi: Die langen, friedlichen und fröhlichen Schlangen vor den Wahllokalen, voller Optimismus und Entschlossenheit durch alle Gruppen und Schichten, die Demokratie fest zu wollen, haben die ganze Welt überrascht und tief beeindruckt. Aber sie haben auch viele Ägypter selbst überrascht.
Du musst aber auch zur Kenntnis nehmen, dass viele Menschen auf der Welt keine Ahnung von Ägypten haben und ihre Informationen nur aus den Medien entnehmen, die, wie du auch weißt, ganz schön viel Mist schreiben.
So langsam stellt sich heraus, dass die gewaltbereiten Demonstranten auf dem Tahir nicht für die gesamte Bevölkerung sprechen. Das dort im Hintergrund der Polizeikräfte immer noch verborgene alte Betonköpfe die Fäden ziehen, die sogar vom Militär kaum kontrolliert werden können. Dass der Mittelstand endlich Sicherheit und wirtschaftliches Wachstum will und keinen brennenden Tahir. Und das viele die Rolle des Miltärs gar nicht so kritisch sehen, auch wenn diese viele unverzeihliche Fehler begehen. Es ist wirklich ein langer Lernprozess für alle Seiten.
Interessant finde ich in dem Zusammenhang auch die Bilder der Soldaten, die überall ausgeholfen haben, alten Menschen und behinderten den Zugang zu den Wahllokalen ermöglichten und auch sonst ein Bild der Ruhe und Sicherheit vermittelten ohne bedrohlich zu wirken.
Das war erst der Anfang der Wahlen. Hoffen und beten wir alle, dass der positive Eindruck der Wahlen sich so fortsetzen wird. Es ist noch ein so weiter Weg... _________________ Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind (Kurt Tucholsky) |
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nagi
Anmeldedatum: 29.06.2008 Beiträge: 1878
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flori
Anmeldedatum: 04.06.2009 Beiträge: 1961 Wohnort: im schönen Schwabenland
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Eine Demokratie ist in erster Linie ein Miteinander , Füreinander und Gleichheit für alle, da ist die Religion zwar wichtig, aber nicht ausschlaggebend und es ist schon gar nicht unmöglich - wenn alles vorüber ist werden wir sehen wie die Ägypter dies umsetzen und bewältigen, machbar ist das allemal. Zeigt uns dass ihr es drauf habt und lehrt eure Kritiker eines besseren.
Die Medien und die Presse sind für diejenigen, die nicht ständig in Ägypten ein wichtiger Teil der Information, inwieweit gesteuert, richtig oder falsch und neutral, ist ein Teil dieser Infos, aber für uns hier sind die Infos direkt von dort Lebenden noch viel wichtiger, weil sie u.a. auch realitätsnah das wiedergeben, was in keiner medialen Info vorkommt - das sollte auch weiterhin ein Ansporn an unsere User -die dort leben und wirken - sein, uns mit Infos auf dem laufenden zu halten - FLO _________________ privater Travel - Agent für antike Stätten in Ägypten |
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Homar
Anmeldedatum: 18.08.2009 Beiträge: 453
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| flori hat Folgendes geschrieben: |
| aber für uns hier sind die Infos direkt von dort Lebenden noch viel wichtiger, weil sie u.a. auch realitätsnah das wiedergeben, was in keiner medialen Info vorkommt |
Wobei man sich der Realitätsnähe nie sicher sein kann und man auch inländische Quellen kritisch betrachten sollte....
Auch die ägyptischen Medien sind nicht von gestern und wissen ihre Macht einzusetzen. Frei sind sie leider auch nicht. Es wird berichtet, was die Militärführung zulässt. Das ist alles berechnet, wie eigentlich überall auf der Welt. Und natürlich sind Warteschlangen vor Wahlbüros und nette Armeeangehörige, die alten Leuten helfen (die gab es übrigens in Ägypten schon immer, es ist hier eine Selbstverständlichkeit, alten und gebrechlichen Leuten zu helfen), keine Garantie dafür, dass Ägypten eine demokratische Zeit bevorsteht. Man sollte sich da nicht so leicht blenden lassen.
| nagi hat Folgendes geschrieben: |
| Idioten gingen sogar weiter und behaupteten, die Religion wird die Demokratie hindern, muslimisch und demokratisch, geht nicht. Vielleicht können sie jetzt auf Tunesien, Marokko und jetzt auch nach Ägypten schauen, und sich bei den Menschen entschuldigen, und anzuerkennen, wie rücksichtslos und frech sie waren. |
Ich finde das nicht unbedingt rücksichtslos und auch nicht frech. Es gibt eine Menge Leute, die vertreten diese Meinung. Im In- und im Ausland, also auch viele Ägypter. Das nennt sich freie Meinungsäusserung Nagi, das gehört auch zur Demokratie. Man sollte nicht Leute die anderer Meinung sind, einfach als Idioten titulieren. So funktioniert die Demokratie nicht.
Ich finde die Befürchtungen dieser "Idioten" zudem durchaus berechtigt, dass bspw. die Sharia als unantastbares Grundgesetz nur sehr schwer, wenn überhaupt, mit einer Demokratie zu vereinbaren ist. Da ist nämlich zuviel in Stein gemeisselt, was man dann demokratisch gar nicht antasten darf. Das ist eine schwierige Ausgangslage, für eine Demokratie.
Und Nagi, nur weil man das Volk in Tunesien wählen liess, muss das noch lange nicht heissen, dass sich da eine Demokratie entwickelt. Warten wir erst mal ab, was sich da abzeichnen wird. Weisst du, die Demokratie beginnt im Kopf jedes einzelnen. Die Demokratie kann auch jeder einzelne sofort umsetzen, bei sich im eigenen Haus. Da muss man nicht auf eine Regierung warten.
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,800587,00.html |
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nagi
Anmeldedatum: 29.06.2008 Beiträge: 1878
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Ya Homar, ich mag die Hameer, wirklich! gerade weil sie das nur verstehen, was sie verstehen wollen, und das ist leider der Fall bei dir, wie alle andere Hameer eben.
In Indien mit über einer Milliarde Menschen gibt es 100 verschiedene Religionen. Von über 1 Mrd. Menschen sind 250 Millionen Muslims, trotzdem funktioniert die Demokratie wunderbar. In den USA das Gleiche Bild, auch mit über 25 Millionen Muslims, in Deutschland ist man mehrheitlich christlich, mit etwa 4 Millionen Muslims. Die Demokratie funktioniert auf indisch, auf amerikanisch und auf deutsch, und das um nur Beispiele zu nennen. Eine schöne Sache, soll befördert werden!!! Wenn man das nicht verstehen will, denkt man doch idiotisch, oder...
"Die Religion hindert die Demokratie also nicht", ist doch selbstverständlich, die menschliche Erfahrung zeigt es uns deutlich!!!
schönen Gruß trotzdem, aber nur weil du Homar bist!!
Gruß
Nagi _________________ wir konzentrieren uns auf gemeinsamkeiten, und entschuldigen uns gegenseitig für verschiedenheiten. Nagi. www.kairo-in.de |
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Homar
Anmeldedatum: 18.08.2009 Beiträge: 453
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| Nagi, was ist daran so schwer zu verstehen, dass wenn die Sharia als grundlegendes Gesetz eingeführt wird, es mit der Demokratie schwierig bzw. unmöglich wird? Warum vergleichst du mit Deutschland oder Indien? Da gibt es keine Sharia die im Recht Anwendung findet. Sämtliche Hameer verstehen das, warum du nicht? |
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nagi
Anmeldedatum: 29.06.2008 Beiträge: 1878
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Ya Homar,
Seit 1923 steht in der ägyptischen Verfassung, 2. Artikel, folgendes:
"die Prinzipien der islamischen Sharia sind die Hauptquelle der Gesetzgebung in Ägypten".
Na also, seit 1923...weißt du was die Prinzipien der islamischen Sharia sind...
Noch eines, diese Artikel in der ägyptischen Verfassung hat ein Kopte durch gesetzt...., und noch eines oben darauf "Nagib Swiris, der reichste Mann in Ägypten, ein Christ und Gründer der "Partei der freien Ägyptern", besteht zusammen mit seiner Partei darauf, dass dieser Artikel unverändert in der neuen Verfassung bleibt. Übrigens, seine Partei hat gut bei den Wahlen abgeschnitten.
Mein Gott...Ende, es bringt nix _________________ wir konzentrieren uns auf gemeinsamkeiten, und entschuldigen uns gegenseitig für verschiedenheiten. Nagi. www.kairo-in.de |
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Homar
Anmeldedatum: 18.08.2009 Beiträge: 453
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| nagi hat Folgendes geschrieben: |
Seit 1923 steht in der ägyptischen Verfassung, 2. Artikel, folgendes:
"die Prinzipien der islamischen Sharia sind die Hauptquelle der Gesetzgebung in Ägypten".
Na also, seit 1923...weißt du was die Prinzipien der islamischen Sharia sind...
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Und, gab es in dieser Zeit irgendwann mal eine echte Demokratie? Gibt es in irgendeinem Land, wo die Sharia als Gesetz gilt, eine Demokratie?
| Zitat: |
Sie tragen lange, meist weiße Gewänder, Sandalen, Bart und gehäkelte Käppis. Ihre Frauen sind bis auf einen Augenschlitz schwarz verschleiert. Die Salafisten sind im Straßenbild von Alexandria omnipräsent. Es zeichnet sich ab, dass sie in der zweitgrößten Stadt Ägyptens die zweitstärkste politische Kraft geworden sind. Zusammen mit den Muslimbrüdern und deren Freiheits- und Gerechtigkeitspartei haben sie bei den Stimmen für die Direktkandidaten eine komfortable Mehrheit erringen können. Sie rechnen damit, dass sie 15 von den zu vergebenden 24 Sitzen für Alexandria gewinnen konnten. Zwar werden die Ergebnisse für die Parteienliste erst Mitte Januar feststehen, wenn in allen 27 Provinzen gewählt wurde. Doch der Trend scheint klar in Richtung islamischer Parteien zu gehen. Die Salafisten-Partei al-Nur (das Licht) dürfte künftig auch landesweit ein gewichtiges Wort mitzureden haben.
Man spreche zwar mit Journalisten, aber nicht mit Frauen, lautet die rüde Absage auf den Versuch, mehr Hintergründe über den kometenhaften Aufstieg dieser fundamentalistischen Gruppierung in Ägypten zu erfahren. Abdel Monem al-Schahat, der Chef der Nur-Partei in Alexandria, ist dem Westen nicht wohlgesinnt. Er halte das westliche Konzept von Demokratie nicht vereinbar mit dem Islam, sagte er im Wahlkampf. Über den Schutz von Minderheiten spottet er: "Demnächst werden sie uns fragen, ob wir christliche Vorbeter in der Moschee erlauben werden."
Strenge Geschlechtertrennung ist ebenso Programm wie ein geradezu verklemmter Umgang mit Sexualität: Bei einer Kundgebung in Alexandria verhüllten Salafisten eine Skulptur mit Stoff, weil darauf "leicht bekleidete Frauen" zu sehen waren. Wahlzettel weiblicher Kandidaten wiesen kein Foto, sondern symbolisch eine Rose auf. Al-Schahat verlangte in einer Talkshow im ägyptischen Fernsehen eine Trennwand zwischen sich und einem weiblichen Gast. Seine Wahlbotschaft: "Demokratie ist ,Haram' (im Islam verboten) und die pharaonische Kultur zu verabscheuen. Die Jugendlichen der Revolution sind Verräter und stehen im Dienst anderer Mächte. Wähle mich, damit du ins Paradies kommst." Das haben in Alexandria offenbar mehr als 20 Prozent der Wähler getan. |
Sieht so deine Demokratie aus? Wenn sogar die Führenden aus der Nur-Partei, die gerade einen gransiosen Erfolg verbuchen können, die Demokratie nicht mit der Sharia vereinbaren können, wie kannst du dann das Gegenteil behaupten? Der Hagg El Schahat ist da übrigens nur einer von vielen, die das genau so sehen. Ich könnte noch hundert andere zitieren. |
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Littleburni

Anmeldedatum: 25.10.2011 Beiträge: 1442 Wohnort: Bei Alfeld im Wald
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Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Salafisten in den weiteren Wahlgängen in den meisten anderen Wahlbezirken auch so viele Stimmen erhalten werden. Und wenn doch, gibt es dafür eigentlich nur einen Grund: Die Mehrheit der Bevölkerung will das genaue Gegenteil von dem System, dass sie bisher hatten und das sich für sie auch nach dem Sturz der Regierung nicht geändert hat. Sie wollen auch weg von der Israelpolitik und weg von der Hörigkeit gegenüber den Amerikanern. Und das trauen sie am ehesten einer Partei zu, die bisher nichts mit Regierungesgeschäften zu tun hatte und deren Führer auch nicht Mitglieder dieses all umfassenden Korruptionsgeflechts und der Vetternwirtschaft sind. In wie weit sich dann andere Probleme für die Bevölkerung ergeben, weil zum Beispiel ein wirtschaftlicher Aufschwung, der allen in der Bevölkerung einen besseren Lebensstandard ermöglichen würde, eben heutzutage nicht mehr von alleine aus der Kraft des Glaubens und des Landes Ägypten entstehen kann, wird sich zeigen. Wenn tatsächlich Radikalislamisten an die Macht kommen, wird sich das Ausland, werden sich Investoren zurückziehen. Und dann gute Nacht Ägypten. Aber: Schwarz sehen hilft jetzt auch nicht weiter. Das Ergebnis der Wahlen steht erst zum Schluß fest und erst dann wird man sehen, wohin der Weg geht... Die Ägypter brauchen Geduld und wir brauchen sie auch... _________________ Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind (Kurt Tucholsky) |
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binbaldda

Anmeldedatum: 24.04.2007 Beiträge: 86
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Tatsache ist, dass viele Ägypter derzeit nur religiösen Gruppierungen zutrauen, nicht so extrem korrupt zu sein, wie das Mubarak-System es war. Ausserdem haben die Salafiten meiner Information nach mit einer Spende von 4 Milliarden Euros aus Saudi-Arabien Geld für den Wahlkampf bzw. für Armenspeisung etc. bekommen. Da geht es leider nach dem Motto "Wess' Brot ich es, dess' Lied ich sing" bzw. dessen Symbol kreuze ich auf dem Wahlzettel an.
Ich gehe übrigens im Gegensatz zu den euopäischen Medien nicht davon aus, dass die MB zwangsläufig eine Koalition mit den Salafisten eingeht, denn das könnte zur Spaltung der MB führen.
Ein komplettes demokratisches System baut sich nicht von heute auf morgen auf. Aber die Wahlen (das erste Drittel) sind ein Anfang, auch wenn sich viele im Westen ein anderes Ergebnis wünschen würden. _________________ glg BBD
Wir sind nicht nur für unser Tun
verantwortlich, sondern auch für das, was
wir nicht tun.
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www.aegyptenlounge.com |
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Littleburni

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| binbaldda hat Folgendes geschrieben: |
| Tatsache ist, dass viele Ägypter derzeit nur religiösen Gruppierungen zutrauen, nicht so extrem korrupt zu sein, wie das Mubarak-System es war. |
Ich auch...
| binbaldda hat Folgendes geschrieben: |
| Ich gehe übrigens im Gegensatz zu den euopäischen Medien nicht davon aus, dass die MB zwangsläufig eine Koalition mit den Salafisten eingeht, denn das könnte zur Spaltung der MB führen. |
Meinst Du? Ich hatte schon überlegt, ob die MB sich jetzt nicht mehr vom Programm der Salafisten auf ihre eigenen Fahnen schreiben, um so mehr Stimmen zu erhalten. Machen doch unsere Parteien auch immer so... _________________ Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind (Kurt Tucholsky) |
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Homar
Anmeldedatum: 18.08.2009 Beiträge: 453
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| Zitat: |
Die Militärherrscher in Ägypten wollen den neuen politischen Kräften das wichtigste Gesetzesprojekt nicht allein überlassen. Bei der Ausarbeitung einer neuen Verfassung beabsichtigt der Militärrat ein gewichtiges Wort mitzureden. Vor allem will man offenbar die Muslimbrüder zurückbinden.
Der regierende Militärrat in Ägypten will die Ausarbeitung einer neuen Verfassung überwachen. In der kommenden Woche solle ein beratendes Gremium ernannt werden, das den verfassunggebenden Prozess anleiten werde, kündigte ein Mitglied des Militärrats, General Muchtar Mulla, am Mittwoch in Kairo an.
Ziel sei es zu gewährleisten, dass die neue Verfassung das gesamte politische Spektrum repräsentiere und den Einfluss religiöser Extremisten beschränke, sagte Mulla. Das Beratungsgremium werde dazu mit dem neu gewählten Parlament, das von Islamisten dominiert sein wird, und dem Kabinett zusammenarbeiten. |
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/aegyptens_militaers_greifen_nach_der_neuen_verfassung_1.13558410.html |
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